Orte der Demokratiegeschichte

Wo die Geschichte der Demokratie geschrieben wurde. Eine Deutschlandkarte (Kooperationsprojekt)

Ziel der Deutschlandkarte ist es, Demokratiegeschichte im wörtlichen Sinne nahe zu bringen In allen Regionen des Landes haben sich Menschen für Freiheit, Mitbestimmung und Menschenwürde eingesetzt. Demokratie wird eben nicht nur in Berlin oder in den Landeshauptstädten gemacht. Indem wir den langen Kampf für Demokratie in unserem Land sichtbar und begreifbar machen, wollen wir dazu motivieren, diesen Einsatz weiterzuführen.

Demokratiegeschichte untersucht historische Ereignisse, Prozesse, Organisationen und Institutionen, in denen Individuen und Gruppen um die Verwirklichung von Grund- und Menschenrechten, Mitbestimmung, freien Wahlen und Parlamentarismus, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in Staat und Gesellschaft gerungen haben – egal ob die konkreten Bemühungen im Einzelfall unmittelbar von Erfolg gekrönt waren oder nicht. Orte der Demokratiegeschichte sind dann physische oder symbolische Orte, an denen die Erinnerung an diese Demokratiegeschichte kristallisiert.

Auf der Deutschlandkarte findet man sowohl Ereignisorte als auch Erinnerungsorte. Markierungen zeigen, wo über Verfassungen diskutiert wurde und historische Parlamente getagt haben. Wo Grundrechte mit Argumenten eingefordert oder mit Waffen erstritten wurden. Wo Parteien gegründet wurden und Protestbewegungen sich zu Wort gemeldet haben. Große Museen und Denkmäler sind ebenso verzeichnet wie unscheinbare Plätze oder Orte, die es so gar nicht mehr gibt. Die Vielfalt der Orte spiegelt die Vielfalt der Demokratie wider.

Die Deutschlandkarte der Demokratie soll dazu ermutigen, im kommunalen und regionalen Umfeld nach weiteren, bislang unbekannten Orten der Demokratie zu suchen. Laufend erscheinen neue Orte auf der Karte. Zum Teil auf Vorschlag von engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort; zum Teil kuratiert von Expertengremien. Machen Sie mit bei diesem Prozess und nennen Sie uns Ihre Orte der Demokratiegeschichte!

Abbildung: Johann-Jakob Hoch: Sitzung des Jakobinerclubs, 1792