Ein Ausstellungsprojekt des Bürgervereins Paulskirche e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte e.V. – gefördert von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
Wahllokale sind selbstverständliche Bestandteile demokratischer Praxis – und zugleich oft übersehene Orte der Demokratiegeschichte. Die multimediale Wanderausstellung „Das Wahllokal – ein Ort der Demokratiegeschichte“ rückt genau diesen alltäglichen, zugleich hochpolitischen Raum in den Mittelpunkt.
Ausgehend vom Wahllokal erzählt die Ausstellung die Geschichte des Wählens in Deutschland von den frühen Demokratieversuchen der Mainzer Republik über die Nationalversammlungen in Frankfurt und Weimar bis hin zur Volkskammerwahl vom 18. März 1990. Historische Reformen, Brüche und Kontinuitäten werden dabei ebenso sichtbar wie technische und gesellschaftliche Veränderungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung der verfassungsrechtlich verbrieften Wahlrechtsgrundsätze. Anhand zentraler Wahlereignisse wird nachvollziehbar, wann diese Grundsätze erstmals galten, wie sie konkret umgesetzt wurden und wie sie in Diktaturen gezielt unterlaufen oder ausgehöhlt wurden. So wird deutlich, dass freie Wahlen keine Selbstverständlichkeit sind, sondern historisch erkämpft und immer wieder neu gesichert werden müssen.
Anschauliche Module, historische Exponate, interaktive Touchscreens, Filmbeiträge sowie digitale Beteiligungsformate eröffnen niedrigschwellige Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen. Internationale Vergleiche ordnen die deutsche Geschichte des Wählens in globale Demokratisierungsprozesse ein.
Als Wanderausstellung des Bürgervereins Paulskirche wird ab Ende 2027 an herausragenden Orten deutscher Demokratiegeschichte gezeigt, darunter Frankfurt am Main, Weimar, Bonn, Berlin und Karlsruhe.
Mehr dazu unter https://demokratieort-paulskirche.de

Die Ausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie“ der GEDG im Römer in Frankfurt am Main 2023. Foto: Alexander Maser für die GEDG